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Fahrtenbuch kostenlos erstellen: Was gratis wirklich abdeckt
Die meisten kostenlosen Fahrtenbuch-Apps sind gratis beim Aufzeichnen und kostenpflichtig beim Herausholen. Die vier Grenzen, auf die es ankommt.
Wer nach einem kostenlosen Fahrtenbuch sucht, findet eine lange Liste von Apps, die formal gratis sind. Das Wort leistet in diesem Satz viel Arbeit. Praktisch jede App in diesem Markt ist kostenlos installierbar und kostenlos beim Aufzeichnen. Die Grenzen liegen weiter hinten im Ablauf — meist genau an der Stelle, an der Sie die Daten brauchen.
Dieser Beitrag zeigt die vier typischen Begrenzungen kostenloser Tarife, wie Sie jede davon innerhalb einer Woche erkennen und wann ein Gratis-Tarif für Ihr Fahrtaufkommen tatsächlich ausreicht.
Wer statt einer App eine Tabelle sucht: Die kostenlose Fahrtenbuch Vorlage gibt es als Excel-Datei mit 12 Monatsblättern und als PDF zum Ausdrucken — direkt zum Herunterladen, ohne Anmeldung.
Warum kostenlose Tarife begrenzt sind
Fahrtenerfassung verursacht laufende Kosten. Hintergrunderkennung verbraucht Akku und Supportzeit, und ein Jahr Fahrthistorie pro Nutzer zu speichern kostet Geld. Keine App trägt das dauerhaft ohne Plan, einen Teil der Nutzer zu konvertieren.
Das ist kein Vorwurf, sondern eine Rahmenbedingung, die man kennen sollte — denn sie verrät, wo die Grenze liegen wird. Eine App, die unbegrenzte automatische Erkennung verschenkt, muss an anderer Stelle abrechnen, und diese Stelle ist meist der Export.
Die Frage lautet also nicht “ist es kostenlos?”, sondern “was genau ist kostenlos, und was passiert bei der Steuererklärung?”
Die vier entscheidenden Grenzen
1. Fahrtenlimit
Die häufigste Begrenzung: Die automatische Erkennung stoppt nach einer festgelegten Zahl von Fahrten pro Monat. Ist das Limit erreicht, werden Fahrten entweder gar nicht erfasst oder auf manuelle Eingabe zurückgestuft.
Ein Limit klingt großzügig, bis man richtig zählt. Ein Außendienstler mit drei Kundenterminen am Tag erzeugt sechs Fahrten täglich — Hin- und Rückweg — also rund 120 Fahrten im Arbeitsmonat. Zählen Sie eine repräsentative Woche und multiplizieren Sie mit vier, bevor Sie ein Limit als ausreichend einstufen.
Der Ausfall passiert leise. Es kommt keine Rechnung, sondern eine Lücke im Fahrtenbuch — und die fällt erst beim Jahresabschluss auf. Für ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch ist genau diese Lücke das Problem: Vollständigkeit ist keine Kür, sondern Voraussetzung.
2. Export-Paywall
Die schärfste Begrenzung: kostenlos erfassen, kostenpflichtig herunterladen. Die Fahrten sind aufgezeichnet, in der App sichtbar — und hinter einem Upgrade gesperrt, sobald Sie CSV, XLSX oder PDF anfordern.
Diese Grenze sollten Sie zuerst testen, weil sie bis zum Versuch unsichtbar bleibt. Sie hat außerdem das ungünstigste Timing: Sie merken es bei der Steuererklärung, wenn bereits ein volles Jahr in dieser App liegt — also genau dann, wenn Ihre Verhandlungsposition am schwächsten ist.
3. Speicherdauer
Manche Gratis-Tarife bewahren nur die letzten 30, 90 oder 180 Tage auf. Das ist kürzer als ein Steuerjahr — die Januar-Fahrten sind gelöscht, bevor Sie die Erklärung abgeben.
Steuerlich relevante Unterlagen unterliegen deutlich längeren Aufbewahrungsfristen als drei Monate. Ein rollierendes 90-Tage-Fenster kann das allein nicht erfüllen, egal wie gut die Erkennung funktioniert.
4. Klassifizierung und Korrektur
Die vierte Begrenzung ist subtiler und wird leicht unterschätzt. Die Erkennung ist die einfache Hälfte; die Klassifizierung ist die Hälfte, die Ihre Zeit kostet — und steuerlich ist sie die entscheidende.
Dienstfahrt, Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte und Privatfahrt werden völlig unterschiedlich behandelt. Wenn der Gratis-Tarif nur rohe erkannte Fahrten liefert, aber Sammelbearbeitung, gespeicherte Orte oder das Lernen wiederkehrender Strecken zurückhält, trennen Sie mehrere Hundert Fahrten von Hand.
Das ist keine harte Grenze — machbar ist es — aber es verwandelt eine Hintergrundaufgabe in eine monatliche Pflichtübung. Und Pflichtübungen sind der Grund, warum Fahrtenbücher im Frühjahr abbrechen.
Was ein Gratis-Tarif leisten muss
Auf das Wesentliche reduziert ist eine kostenlose Fahrtenbuch-App ausreichend, wenn sie ohne Zahlung liefert:
| Anforderung | Warum sie zählt |
|---|---|
| Alle Fahrten des vollständigen Jahres | Ein Teiljahr lässt sich nachträglich nicht sauber rekonstruieren |
| Datum, Start, Ziel, Anlass, Kilometer je Fahrt | Das sind die inhaltlichen Pflichtangaben eines Fahrtenbuchs |
| Trennung dienstlich / Pendeln / privat | Die drei Kategorien werden steuerlich unterschiedlich behandelt |
| Kilometerstand-Bezug | Der dienstliche Anteil ist ein Verhältnis und braucht einen Nenner |
| Export als CSV oder XLSX | Maschinenlesbare Daten überstehen einen App-Wechsel, Screenshots nicht |
| Aufbewahrung über die Abgabefrist hinaus | Die Speicherdauer muss den Bescheid überdauern, nicht das Abo |
Liefert ein Gratis-Tarif alle sechs Punkte für Ihr Fahrtaufkommen, ist er für Ihren Zweck tatsächlich kostenlos. Liefert er fünf, ist der fehlende Punkt die Stelle, an der Sie später zahlen — in Geld oder in Rekonstruktionsarbeit.
Der Ein-Wochen-Test
Sie brauchen keinen Monat, um die Grenze zu finden. Führen Sie das in der ersten Woche durch, solange der Wechsel noch nichts kostet:
- Fünf Arbeitstage normal fahren. Passen Sie Ihr Verhalten nicht an die App an.
- Erkannte gegen tatsächliche Fahrten zählen. Fehlende Rückfahrten oder zusammengefasste Strecken sagen mehr aus als jede Funktionsliste.
- Alles klassifizieren, inklusive Pendelfahrten. Stoppen Sie die Zeit. Mal fünfzig rechnen.
- An Tag fünf exportieren. Der entscheidende Schritt. Erscheint ein Upgrade-Hinweis, kennen Sie den echten Preis — und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem nur fünf Tage Daten auf dem Spiel stehen.
- Export in einer Tabelle öffnen. Prüfen Sie, ob Datum, Start, Ziel, Kilometer und Anlass als getrennte Spalten vorliegen und nicht als ein zusammengeschriebener Textblock.
- Speicherdauer schriftlich prüfen. In den Einstellungen oder im Store-Eintrag, nicht auf der Werbeseite.
Eine App, die alle sechs Schritte besteht, ist ein Jahr Bindung wert. Eine, die an Schritt vier scheitert, ist nicht kostenlos, sondern aufgeschobene Zahlung mit Ihren Daten als Pfand.
Tabelle, Vorlage oder App?
Eine kostenlose Excel- oder PDF-Vorlage erfüllt die inhaltlichen Pflichtangaben problemlos. Der kritische Punkt ist ein anderer: Ein Fahrtenbuch muss zeitnah geführt werden und darf nachträglich nicht unbemerkt änderbar sein.
Eine frei editierbare Datei erfüllt die zweite Bedingung nicht von selbst. Das schließt Vorlagen nicht aus — viele werden anerkannt — aber es verlagert die Beweislast auf Sie: Sie müssen plausibel machen, dass die Einträge zeitnah entstanden sind und nicht am Jahresende in einem Zug.
Wer eine Vorlage nutzen möchte, findet die Pflichtfelder und typischen Fehler in der Fahrtenbuch Vorlage kostenlos.
Wo MileTrack steht
MileTrack ist kostenlos nutzbar, und das schließt den Export ein. Fahrten werden automatisch erkannt, als dienstlich, Pendeln oder privat getrennt und als PDF, CSV oder XLSX exportiert — mit den Feldern, die ein Nachweis braucht, und ohne Upgrade-Hinweis zwischen Ihnen und Ihren eigenen Daten. Prüfbar ist das am Export und den Pflichtfeldern, nicht am Preisschild.
Die Fahrthistorie bleibt standardmäßig auf dem Gerät statt auf einem Server. Damit hängt die Aufbewahrung auch nicht an einem Abo-Status. Es gibt kein Konto und keine Kreditkarte.
Das ist das aktuelle Modell — und es gehört an den sechs Anforderungen oben gemessen, nicht geglaubt. Machen Sie den Ein-Wochen-Test.
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Steuerhinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle steuerliche Beratung. Preismodelle und Tarifgrenzen von Apps ändern sich häufig — bitte aktuelle Bedingungen prüfen.
Aktualitätshinweis
Angaben zu den Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geprüft anhand BMF- und EStG-Quellen (Stand März 2026). Preismodelle von Apps ändern sich häufig — prüfen Sie die aktuellen Bedingungen im App Store, bevor Sie sich auf einen Gratis-Tarif verlassen.
Offizielle Quellen
Fahrtenbuch nicht mehr von Hand nachbauen
MileTrack erkennt Fahrten automatisch, trennt dienstlich, Pendeln und privat und exportiert finanzamtstaugliche PDF-, CSV- und XLSX-Dateien. Kostenlos fürs iPhone, ohne Konto.
FAQ
Reicht ein kostenloses Fahrtenbuch für das Finanzamt?
Grundsätzlich ja — sofern Sie einen vollständigen, lückenlosen Nachweis aller Fahrten ohne Zahlung exportieren können. Der häufigste Stolperstein ist eine App, die kostenlos aufzeichnet und für den Export Geld verlangt. Das fällt erst bei der Steuererklärung auf, wenn das Jahr bereits erfasst ist.
Wo liegt der Haken bei kostenlosen Fahrtenbuch-Apps?
Meist bei einem von vier Punkten — ein monatliches Limit für automatisch erkannte Fahrten, eine Export-Paywall, eine Speicherdauer unter einem Jahr oder Klassifizierungsfunktionen nur für zahlende Nutzer. Jeder einzelne davon kann zu einem lückenhaften Nachweis führen.
Genügt eine Excel-Tabelle als kostenloses Fahrtenbuch?
Eine Tabelle erfüllt die inhaltlichen Pflichtangaben, gilt aber nur dann als ordnungsgemäß, wenn sie zeitnah geführt und nachträglich nicht unbemerkt änderbar ist. Genau diese Unveränderbarkeit ist bei einer frei editierbaren Datei der kritische Punkt.
Kann ich die App mitten im Jahr wechseln, ohne Daten zu verlieren?
Nur wenn Sie die Daten der ersten App in einem maschinenlesbaren Format wie CSV oder XLSX exportieren können. Exportieren Sie vor der Kündigung — der Zugriff auf die eigene Historie endet oft mit dem Abo.
